Ein Wort mit (W) X…

Nun teste ich schon über zwei Wochen die Yamaha MusicCast Komponente WX-010.  Das Bild über diesem Bericht sagt leider mehr als 1000 Wort und darum nur ganz kurz:

In der Theorie die schöne neue Welt, in der Praxis unausgereift und fehlerbehaftet. Die Übertragung zwischen den Lautsprechern funktioniert entweder gar nicht, wie z.B. bei dem Versuch „Spotify-Inhalte“ von einer Box an die andere zu senden oder entnervt den Nutzer durch permanente Latenzen und Aussetzer.

Selbst bei der Stereovariante fällt regelmäßig ein Lautsprecher kurz aus. Das macht den eigentlich Musikgenuß hinfällig, wenn auch die Soundqualität der Boxen durchaus hörbar und auch leicht anpassbar ist.

Fazit: eine tolle Idee mit begrenzt toller Technik und einer unausgereiften App. Leider in diesem Stadium keine Empfehlung…

Wunderbare oder wundersame neue Welt?

 

Der neue Yamaha MusicCast WX-010 steht nun schon seit zwei Tagen nicht nur im Wohnzimmer, sondern auch in der Küche.
Ein Netzwerklautsprecherpaar in schwarz und weiß.
Schnell war die dazugehörige App installiert und eingerichtet.
Das geht heute kinderleicht und erklärt sich von selbst. Diejenigen Nutzer die nicht lesen können richten sich die App mit Bildern ein und müssen dann nur auf das Wohnzimmerfoto klicken und schon läuft die Musik dort 😉
Der Klang jedes einzelnen Lautsprechers, der eine Nennleistung von 25 Watt hat, ist individuell einstellbar.
Mir gefällt der Sound sehr gut, für so einen kleinen Würfel geradezu überragend.
Leider gibt es gerade im Bereich des Netzwerks Schwächen. Wird der zweite Lautsprecher zugeschaltet kommt es zu Latenzen, bzw. zu sekundenlangen Aussetzern. Das Verbinden über externe Anbieter, wie spotify funktionierte bei mir gar nicht.
Das ist schwach und unausgereift. So macht das Netzwerk das ja noch um viele andere Komponenten, bis hin zum selbstspielenden Yamaha Disklavier erweitert werden könnte, wenig Freude.
Wenn Yamaha das noch hingebastelt bekommt bin ich ein großer Freund des MusicCast!

Im Laufe der kommenden Tage werde ich noch weiter testen und die Lautsprecher in anderen WLAN Netzen ausprobieren…

Trocken oder nass, das ist die Frage…

„wet & dry“ – was ist dran am Versprechen mit dem neuen 9er sich auch „nass“ rasieren zu können.
Das wollte ich heute morgen testen. Eine Gesichtshälfte habe ich gewohnt trocken rasiert, die andere zuerst mit meinem Lieblingsrasurschaum von „Royal Shaving“ (riecht fantastisch, haftet sensationell) eingeschäumt.
Die „trockene“ Gesichtshälfte habe ich wie gewohnt ohne jegliche Beanstandung rasiert.
Schon ein wenig gespannt habe ich dann die ersten Rasurzüge über den Schaum gezogen…
und war unglaublich positiv überrascht:
Nicht das das Rasurergebnis nun besser war (es war fast identisch – zumindest nun nach 11 Stunden sind die Bartstoppeln auf beiden Gesichtshälften gleich nachgewachsen), nein es war die Haptik und das Gefühl.
Der Rasierer glitt leicht über die Haut, es war wie „Nassrasieren, nur ohne Schnitte ;)“.
Einfach toll – für mich fast eine Offenbarung 😉
Ich werde es vielleicht nicht an jedem Wochentag zelebrieren, aber an Wochenenden ist das „trockene Nassrasieren“ fest eingeplant, denn die Rasur wird (zumindest für meine Wenigkeit) deutlich sinnlicher…

Der „Klopftest“

Wer erinnert sich nicht an die legendären Werbefilme der 80er (?) in denen erfolgreiche Mitmenschen gerade auf einem Flugplatz gelandet, abgefangen werden mit der Frage „Haben Sie sich heute morgen gründlich nassrasiert“? Die so Gefragten bejahten und bekamen postwendend einen Trockenrasierer in die Hand gedrückt. Fuhren sich damit ein paar Mal übers Gesicht und dann….
kam DER Klopftest.
Immer fanden sich natürlich relativ viele kleine Haarteilchen auf einem weißen Teller/Papier?! was immer das Erstaunen der „Bestesteten“ auslöste.
Ja, so ein Rasierer der 80er Jahre war schon eine kleine Sensation.
Schade das ich ca. 30 Jahre warten musste bis sich auch bei mir der Überholvorgang beim Klopftest Nass gegen Trocken durchsetzte.
Schon seit der letzten Braun 7er Serie hat der Trockenrasierer (auch wenn er „wet&dry“ auf der Außenhülle stehen hat) die Nase vorn im Wettstreit mit dem Hobel.
Nun also der Klopfer zwischen dem 799er und dem niegelnagelneuen Series 9 9291cc:
Zuerst habe ich mit der 7er Serie die rechte Gesichtshälfte so gründlich es ging rasiert, mit der neuen 9er Serie die Linke.
Beide Rasierer wurden gründlichst im Waschbecken ausgeklopft, danach ging es dann zu jeweils anderen Seite.
Ich wollte diesen Pre-Test später pseudowissenschaftlich auf weißen Karopapier ausführen und dann die einzelnen Partikel unter dem Elektronenmikroskop auszählen.
Aber das Ergebnis (siehe auch Titelfoto oben) war so eindeutig das ich es beim einfachen Erzählen belasse.
Schon beim ersten Durchgang erzielte der 9er bessere Rasurergbnisse, sprich mehr Partikel im Becken als der 7er. Und der direkte Vergleich danach lies den 9er mit Abstand gewinnen:
Beim Rasierern der „7er Seite“ waren beim Klopftest mehr als DOPPELT so viele Partikel im Becken als umgekehrt.
Fazit: Den Klopftest besteht der „Series 9 9291cc“ mit Bravour und schlägt den „alten 7er“ klar.
Und das auf einem sehr sehr hohen Niveau, denn der 799 rasierte aus meiner Sicht schon ziemlich perfekt!
Hut ab vor euch, ihr Ingenieure von Braun, die ihr es schafft den Elektrorasierer immer besser zu machen. Das nenne ich wirklich hohe Schule!

Series 7 vs. Series 9

Vor 2 1/2 Jahren (am 4. Januar 2014…) nahm ich viel Geld in die Hand und kaufte mir bei einem großen Online-Händler, wenn nicht sogar dem Größten, den Braun Series 7 799cc-7 Rasierer.

Er sollte meinen alten Braun Series 5 5090cc ersetzen. Schon der 5090 hatte mich meinen alten Rasierhobel vergessen lassen und der 799 lies ihn endgültig in den Tiefen der Badschublade verschwinden.
Beim 5090cc hatte ich mich schon zu höheren prosaischen Auswürfen hinreißen lassen, die sich in solchen Sätzen, wie diesen wiederspiegelten:
„Es ist wie mit dem ersten Kuss, die erste Rasur mit dem neuen Braun entscheidet über alles. Denn: der erste Eindruck zählt! Und was soll ich sagen, ich bin restlos begeistert!“

Der 799 machte dann alles ein bisschen besser, wenn auch der Überraschungsmoment nicht mehr daherkam wie ein Tsunami.  Nach nun fast 1000 Rasuren macht er schon einen relativ mitgenommen Eindruck. Das Silber im Kopfbereich blättert, der Motor rattert und die Reinigungsstation wird ihrem Namen auch immer weniger gerecht. Sogar zwei Aufenthalte im „Braun Krankenhaus“ konnten sie nicht wirklich wieder aufrichten. So reinige ich den „alten“ 7er täglich manuell. 

Zeit für Neues: Was liegt da näher als den mit einem Meer an Vorschusslorbeeren ausgestatteten 9291cc neu in den Haushalt aufzunehmen und den 799 in die verdiente Rente zu schicken?! Aber vorher muss er noch die Ochsentour des direkten Vergleichs über sich ergehen lassen. Damit es auch gerecht zugeht bekommt der zukünftige Altenteiler ein komplett neues Kombipack spendiert.

Wie sich der alte Herr gegen den  neuen Platzhirschen behauptet gibts im nächsten Blog zu lesen. Nun stehen sich die Beiden erstmal abwartend auf der Konsole gegenüber…

Ein philosphischer Exkurs über das Rasieren

Schon die alten Lateiner kannten das Problem: Spriessendes Gesichtshaar, auch kurz Bart genannt, musste entfernt werden. Unser noch heutiger Begriff für das Entfernen dieser Behaarung entstammt denn auch dem Lateinischen: rasura – das Schaben, das Kratzen…
Die Geschichte der Beseitigung von Bärten ist aber viel viel älter als der Begriff. Schon vor 8000 Jahren rasierten sich unsere Vorfahren. Teils mit Feuerstein, Steinmessern, Muschelschalen, aber auch mit Haifischzähnen. Alles was zum „Wegschaben“ geeignet erschien wurde benutzt.
Vor vielleicht 500 Jahren wurde es dann ein wenig komfortabler. Barbiere rasierten mit starren Klingen (aus Solingen oder Sheffield) die Männer des Mittelalters.
Vor etwas über 100 Jahren kam dann der Rasierhobel auf den Markt, und da sollte er auch bis heute (wenn auch in modernerer Form) Bestand haben.
Wer nicht, auf die sicherlich gründliches Nassrasur zurückgreifen wollte, hatte ab 1898 die Möglichkeit sich elektrisch (und trocken) zu rasieren.
Das war aber bis in die 50er Jahre ein sündhaft teures und im Ergebnis unzufriedenstellendes Vergnügen.
Aber ab den 60er/70er Jahren wurde es Schritt für Schritt günstiger und auch besser.
Warum dieser ellenlange Ausflug in die Geschichte der Rasur?
Nun, weil der bisherige evolutionäre Höhepunkt der Geschichte der Rasur vor mir liegt:
Der brandneue BRAUN Series 9 – 9291CC Bartschneider mit SyncroSonic™ Technologie ( ja so heißt das wirklich).
In den kommenden Tagen werde ich hier berichten ob die nächste Stufe der Evolution erklommen werden konnte oder ob Stillstand auf hohem Niveau vermarktet wird.